Category Archives: Erinnerungskultur

Standardisierung kommemorativer Kommunikation

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Zum Jahrestag des 11. September hat das 9/11-Memorial am Ground Zero in New York eine Handreichung zum Online-Gedenken (PDF zum Download) herausgegeben. Zunächst dokumentiert die Einrichtung ihre Präsenz vor allem in den sozialen Medien. Für die aufgeführten Kanäle werden dann Vorschläge zur kommemorativen Kommunikation gemacht. Nachvollziehbar erscheint für Twitter, Google+ und Pinterest die Nennung von Hashtags zur Bündelung von Beiträgen. Auch ein Cover-Foto zur Gestaltung der eigenen Facebook-Timeline kann ich als Zeichen symbolischer Solidarisierung nachvollziehen. Und für Pinterest wurde ein Wettbewerb ausgelobt, bei dem die Teilnehmenden ein Ziat und eine Illustration aus dem Buch „September Morning: Ten Years of Poems and Readings from the 9/11 Ceremonies New York City“ auswählen und  in ihrem Profil publizieren sollen.

Im Gegensatz dazu wirken die Angabe von konkreten Inhalten für Status Updates bei Facebook oder vorformulierte Tweets eigentümlich. Befremdlich finde ich auch eine Vorlage für Einträge im eigenen Blog mit der Überschrift „THIS SEPTEMBER 11: HONOR, REMEMBER, REUNITE“ (PDF zum Download). Auf die gerade am Beispiel 9/11 belegbare Pluralisierung der Erinnerungskultur durch die Möglichkeiten von Online-Kommunikation (vgl. „Collecting Today for Tomorrow“) scheint also eine Formatierung der Erinnerungskultur 2.0 zu folgen.

 

#MandelaStory: Erinnerungskultur im Timeline-Stil

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Would our nation’s father, Nelson Mandela have spent 27 years in prison if he had access to the same technology, social media platforms, instant sharing apps and global monitoring tools as we do today?

fragt das Nelson Mandela Centre of Memory (NMCM) mit einem Clip, der die Lebensgeschichte zum 94. Geburtstag des Jubilars erzählt. Das Video ist auf einer Microsite zur #MandelaStory verfügbar, auf der sich Interessenten eintragen können. Eine weitere Microsite widmet sich Aktivitäten, die zur Würdigung des politischen Engagements von Mandiba zum Mandela Day entfaltet werden. Das NMCM betreibt in Kooperation mit dem Google Cultural Institute das Nelson Mandela Digital Archive Project, das schriftliche und visuelle Dokumente online zugänglich macht sowie als Ausstellung arrangiert präsentiert.

Was ich bei der re:publica (u.a.) gemacht habe

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Was ich bei der re:publica (nicht) mache

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Am 2. Mai  nehme ich bei einer bekannten Berliner Konferenz an einem Panel zum Thema „Recht auf Vergessen und Erinnerungskultur“ teil. Die konträre Kombination im Titel verweist auf die Spannung zwischen den Initativen einerseits, die sich für mehr Privatsphäre sowie Datenschutz im Internet einsetzen und denen, die andererseits die Digitalisierung sowie Archivierung von Artefakten aller Art betreiben. In der Ankündigung werden dazu folgende Fragen formuliert:

Wie ist aus dieser Perspektive die Forderung nach einem „Recht auf Vergessen“ einzuordnen? Wie ändert sich der Charakter von persönlichen Informationen durch Zeitablauf? Wie wird im Internet selbst die eigene Vergänglichkeit reflektiert? Was wurde in der analogen Welt bewahrt und was nicht? Ändert sich daran etwas? Was wären die Auswirkungen von technischen Lösungen wie ein „Verfallsdatum“ für Daten?

Mit von der Partie sind Vertreter erinnerungskultureller Institutionen wie Dr. Verena Metze-Mangold (Deutsche UNESCO-Kommission) und Börries von Notz (Jüdisches Museum Berlin) sowie Akteure, die die juristische Dimension der Diskussion ansprechen:  Dr. Paul Kristian Klimpel koordiniert den Bereich kulturelles Erbe im Internet & Gesellschaft Collaboratory und ist Leiter des iRights Lab Kultur; Dr. Eric Steinhauer bearbeitet als Bibliothekar Rechtsfragen des kulturellen Gedächtsnisses.

Darüber hinaus hatte ich selbst eine Session eingereicht, die aber nicht angenommen wurde. Insofern kann ich anbieten, an anderer Stelle meine Linkliste aufzuräumen (Interesse?):

Seit Beginn von #OccupyWallStreet twittere ich in unregelmäßiger Reihenfolge unter dem Hashtag #occupyoftheday Links aus dem Online-Universum, das sich um dieses Ereignis entwickelt hat. Diese Links habe ich in meinem Pearltree-Profil archiviert, ohne diesen Pearltree jedoch zu organisieren. Die Struktur stellt somit das Ergebnis einer zufälligen Anordnung der Sammlung dar. In einer Präsentation werden nach Möglichkeit alle Links kurz vorgestellt, um sie dann – gegebenfalls unter Mithilfe des Publikums – zu kuratieren. Im Durchgang durch die präsentierten Fundstücke (Artikel, Bilder, Videos, Websites,…) lassen sich die Facetten der Protestkommunikation des Occupy-Phänomens entfalten.

#occupyoftheday in Erik Meyer (dr_meyer)